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Radweg: Situation doch nicht so verfahren?

Seit Jahren ist der nach wie vor stockende Bau des Radwegs zwischen Nöham und Pfarrkirchen immer wieder Anlass für Diskussionen. So auch zwischen den Kommunen Dietersburg und Pfarrkirchen.

 

Aus Sicht der Jungen Liste/Bürgerliste (JL/BL) ist diese Sache gar nicht so verfahren, wie es immer hieß.Dass der Radweg seit langem an der Gemeindegrenze unvermittelt endet und die Radler auf die viel befahrene Staatsstraße müssen, gefällt niemand. Schließlich ist die Situation alles andere als ungefährlich. Als Ursache, dass der Weg nicht weitergeführt wird, nennt man im Pfarrkirchner Rathaus stets nicht erfüllbare Forderungen, die ein Grundstücksanlieger im Zuge der Verhandlungen und den Erwerb nötiger Flächen stellt.

 

Wie die JL/BL in einer Presseinformation mitteilt, hätten sich Mitglieder direkt bei dem betroffenen Grundstückseigentümer kundig gemacht. Dabei sei klar geworden, dass die Situation gar nicht so verfahren ist, wie immer wieder dargestellt, so die Junge Liste/Bürgerliste, ohne konkret zu werden. Der Radweg sei nach wie vor eine wichtige Forderung, und man sei froh darüber, dass hier wieder etwas Bewegung reinkomme.

Bei der Festlegung des Wahlprogramms im Gasthaus Rhodos regte Bürgermeisterkandidat Hermann Gaßner zudem an, im neuen Gewerbegebiet Schellberg die Möglichkeit ausloten, die nahe gelegene Biogasanlage für eine Nahwärmeversorgung einzubinden.

 

Gleichzeitig unterstrich die Junge Liste-Bürgerliste, dass sie zu 100% hinter der öffentlichen Daseinsversorgung in kommunaler Hand stehe. Das habe man  bei den Krankenhäusern bewiesen, und das gelte auch für Stadtwerke und die Wohnbau GmbH. Hier würden keine großen Räder bewegt, sondern städteplanerische Schwachpunkte angegangen, an die sich kein privater herantraue, sagte Rudi Nöhbauer.

 

Stadtrat Reinhard Schoske bezog sich auf einen aktuellen PNP-Bericht über die Verkehrssicherheit bei den Bahnübergängen, auch an der Rottalbahn. Er erinnerte daran, dass im Stadtbereich Pfarrkirchen nur mehr die Kreuzung am Mahlgassinger Weg unzureichend gesichert ist.

 

Die JL/BL-Fraktion habe im Stadtrat im Lauf von mehr als zehn Jahren immer wieder, meist bei Haushaltsbesprechungen, auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme hingewiesen, so Schoske. Er verstehe nicht, warum die längst geplante Anbringung von Halbschranken immer weiter in die Zukunft verschoben und kein verbindlicher Umsetzungstermin genannt werde.

 

Eine weitere Forderung der Jungen Liste/Bürgerliste sei mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz sagte Gaßner. Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, wolle er als erstes eine regelmäßige Bürgersprechstunde einführen. Diese würde in Kirchdorf am Inn sehr gut angenommen, wie er bei einem Besuch bei dem dortigen neuen Bürgermeister Johann Springer erfahren habe. Dazu findet am 15.Februar um 18:00 Uhr beim Kirchenwirt Pizza, Pasta & More eine Veranstaltung statt. Als Referentin konnte man Frau Dr. Heike Mayer von Bündnis Informationsfreiheit für Bayern gewinnen.
Eingestellt von: Rudi Noehbauer – 14. Feb 2014