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Leserbrief unseres ehemaligen Stadtrates Reinhard Schoske

Stadtrat tritt seit Jahren auf der Stelle

 

Obwohl ich dem Tenor des Kommentars zum Bericht weitestgehend zustimme und mich als ehemaliges Mitglied des Stadtrats mit öffentlichen Meinungsäußerungen zur Stadtpolitik bisher zurückgehalten habe, muss ich zur Durchführung  von verkehrsberuhigenden Maßnahmen doch etwas loswerden, weil der Stadtrat hierbei seit Jahren auf der Stelle tritt.

Bereits während der Amtszeit von Bürgermeister Riedl habe ich unter Bezug auf Schleichwege wie Neuwiesen-und Bahnweg mehrmals darauf hingewiesen, dass es mit dem Aufstellen von 30er Schildern nicht getan ist, sondern dies mit baulicher Gestaltung wie versetzter Fahrbahn oder Fahrbahnverengung verbunden sein muss. Schwellen sind nur in Spiel-und Anliegerstrassen sinnvoll. Nur so kann eine spürbare Beruhigung des Verkehrs, weniger Lärm und mehr Sicherheit für die Anlieger erreicht werden. Weil sich die Arnstorfer Strasse vor dem Gymnasium dem Autofahrer zu breit und zu "flüssig" anbietet, bringt auch hier die 30er Zone zu wenig Beruhigung.

Das derzeitige Stadtratsgremium scheint derartige mehrheitlich immer noch nicht an sich heranzulassen, sonst hätte der Abbau der eher harmlosen Einengung am Bahnweg nicht vollzogen werden können.

Stadtrat Vallee, dem Nachhaker zu dieser Maßnahme empfehle ich, nicht weiter auf Versuch und Irrtum zu setzen und lange auf einen Bericht zu warten, sondern sich bei unabhängigen, kompetenten Fachleuten kundig zu machen, wie Verkehrsberuhigung durch Fahrbahngestaltung erreicht werden kann. Vielleicht kann auch er davon überzeugt werden, dass eine als Wohnstrasse gestaltete Überlaufverbindung von der Peter-Adam-Str. zur Mooserstr. vor seiner Haustüre nicht zu unzumutbarer Zunahme des Verkehrs führen muss. So könnte ein sich möglicherweise anbahnender Schildbürgerstreich durch die geplante Tiefgaragen-Schrankenlösung verhindert werden. 

Eingestellt von: Rudi Noehbauer – 14. Aug 2017