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Wahlkampf Abschluss mit Schwerpunkt „lebendige Innenstadt“
Die letzte Wahlkampfveranstaltung der Jungen Liste-Bürgerliste (JL/BL) stand ganz im Zeichen der Innenstadt. Bürgermeister Kandidat Hermann Gaßner ging in der Versammlung beim Griechen Rhodos noch einmal ausführlich auf seine Vorstellungen von Innenstadtbelebung ein.

Natürlich haben Innenstädte heute generelle Probleme, aber die Augen verschließen, nicht gegenzusteuern, sind keine Lösungen für den Kandidaten. Momentan ist das Stadtmarketing in Pfarrkirchen mit ca. 100 Std. im Monat extern vergeben. Wenn man sich nur die Leerstände in der Innenstadt ansieht, ist klar, dass diese Aufgabe nicht „nebenbei“ bewältigt werden kann. Wir brauchen hier eine Bündelung  der Kräfte im Rathaus.  Wichtig wäre dann als erstes eine Leerstands-Konferenz. Hierfür brauchen wir ein, mit genauen Zahlen und Daten bestücktes Leerstands-Kataster. Man brauche verlässliche Zahlen hinsichtlich der Quadratmeter und Geschoßflächen als Ausgangspunkt einer genauen  Betrachtung. Wenn diese Grundlagen geschaffen sind, muss jeder einzelne Leerstand einzeln bewertet bzw. beurteilt werden um den Grund, für die Nichtnutzung darzustellen. (bauliche Substanz, zu hohe Mieten, zu große/kleine Fläche usw.) Denn kein Leerstand ist wie der andere.

Natürlich benötigt man auch eine genaue Bedarfsanalyse, welche Geschäfte haben noch eine Chance in der Innenstadt, welche fehlen? Sicherlich  z.B. ein Drogerie Markt. Dann gilt es in einer Konferenz aus fest etabliertem Stadtmarketing, den Eigentümern, dem Wirtschaftsforum, ggf. Anwohnern und Maklern eine sachliche Bewertung  vorzunehmen um dann gemeinsam Lösungsansätze zu finden, wie z.B.:

- günstigere Zwischenmiete

- Umwidmung in Wohnraum

- Beratung der Vermieter über  staatl. Fördermöglichkeiten

- Ladenzone bzw. Schaufenster nicht "undekoriert" lassen (Kunst- Bilderausstellung auch von Schulen)

- Immobilien zusammenlegen, für eine größere Verkaufsflächen

 

Dieses anspruchsvolle Ziel, die Innenstadt mehr zu beleben, kann wiederum nur gemeinsam gelingen, wenn die Leerstands-Konferenz fair und zielorientiert vorgeht, und so Gaßner abschließend „auch  ein Umdenken der Menschen bezüglich ihrer Einkaufsgewohnheiten stadtfindet.“

Schon in der anschließenden  Diskussion merkte man, wie sehr das Thema Innenstadtbelebung die Zuhörer bewegt. So regte z.B. Kurt Fischer das in Österreich weit verbreitete Model der Ideenwerkstatt an. Hier entwerfen Architekten und Städteplaner mit allen Interessierten Bürgerinnen und Bürger in Workshops gemeinsame Vorschläge. Dies wäre für den Marienplatz denkbar. So könnte man vor der Sanierung des Turms an der Südwest-Ecke der Stadtmauer ein Gesamtkonzept für den ganzen Platz finden.

In seiner abschließenden Rede dankte Vorsitzender Rudi Nöhbauer den Kandidatinnen und Kandidaten, vor allem aber Hermann Gaßner für den unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen. Mit einem Infostand am Samstag beendet die JL/BL ihren Wahlkampf.

Eingestellt von: Rudi Noehbauer – 12. Mr 2014