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Tetrafunk und Stadthalle Thema beim Bürgertreff der Junge Liste/Bürgerliste
Bei ihrem dritten Bürgertreff im Gasthaus „zur Hecke“ stellten sich Bürgermeisterkandidat Hermann Gaßner und die Junge Liste/Bürgerliste (JL/BL) den Reichenberger Bürgerinnen und Bürger vor.

Ausführlich ging Hermann Gaßner dabei auf seine Vorstellungen von Bürgerbeteiligung und Transparenz ein. „Eine ehrliche Kommunikation ist mir wichtig“, betonte der Kandidat. Auch die Einführung einer regelmäßigen Bürgersprechstunde  liege ihm sehr am Herzen. „Da könne der ein oder andere Ärger schon ihm Vorfeld ausgeräumt werden“, meinte er.

Dass ausreichend Baumöglichkeiten vor allem für junge Familien wichtig sind, zeige schon alleine die große Zahl von Anfragen zum künftigen Baugebiet Reichenberg-Nord. Bei den Bedenken wegen des steigenden Verkehrsaufkommens sollte man auf einfache Wege setzen. So könnten z.B. die bestehenden Feldwege zu Fuß- und Radwege Richtung Höckbergerstr. und Degernbach ausgebaut werden. Auch ein Spiegel an der Kreuzung Reichenbergerstr. / Reichenberg  erhöht die Sicherheit der Fußgänger.

Auch zum Thema „Europahochschule“ nahm Hermann Gaßner Stellung. Nachdem man jahrelang als Aufsteiger Region bezeichnet wurden, erlebte man aber nur eine Schwächung des ländlichen Raumes. Straßen- und Wasserbauamt und Agentur für Arbeit sind nur zwei Beispiele. Dass es einmal in die andere Richtung gehen soll, sei nur zu begrüßen. Wir stehen voll hinter den Hochschulplänen. Aber so eine Hochschule wirft auch Schatten, und man muss hier die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Nur gemeinsam kann so ein Projekt zum Erfolg geführt werden.

Eine besondere Freude war die Vorstellung der anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten für Harald und Rudi Nöhbauer, schließlich handelt es sich bei beiden als „echte Reichenberger“ um ein Heimspiel.

Bei der anschließenden Diskussion unter Leitung  vom JL/BL Vorsitzenden Rudi Nöhbauer,  war natürlich wieder der Tetrafunk Thema. Anwohner brachten ihre Enttäuschung zum Ausdruck, nicht schon im April 2011 über den geplanten Bau eines Sendemasts  informiert worden zu sein. Sie zeigten sich deshalb über die Informationspolitik der Stadt sehr enttäuscht. Bürgermeisterkandidat Hermann Gaßner erklärte, dass der gesamte Stadtrat beim „Nein“ zum Tetrafunk bleibe. Man habe sich aus diesem Grund  auch nicht an der Sammelbestellung der Endgeräte durch den Landkreis beteiligt. Das sei nur konsequent. Aber auf Dauer wird der Behördenfunk nicht aufzuhalten sein. Da wird dann von „Oben“ über unsere Köpfe hinweg entschieden.

Die Zuhörer stimmten der Feststellung von Bürgermeisterkandidat Hermann Gaßner zu, dass in Pfarrkirchen mehr für Veranstaltungen aller Art, insbesondere für junge Leute getan werden müsste. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt, „Warum die aufwendig sanierte Stadthalle rund ums Jahr nicht besser mit Veranstaltungen ausgelastet ist?“  Man war sich darüber einig, dass hier nicht nur der Pächter, sondern auch die Stadt Pfarrkirchen in der Pflicht stehe.

Eingestellt von: Rudi Noehbauer – 28. Feb 2014