LOGIN
Gaßner: CSU-Mehrheit im Stadtrat brechen
In der Jahreshauptversammlung war die Katze aus dem Sack gelassen worden, dass die Junge Liste-Bürgerliste (JL/BL) mit Stadtrat Hermann Gaßner einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Frühjahr stellt. Jetzt wurde Gaßner offiziell nominiert.  Dabei formulierte er auch gleich einige Ziele.

Vorsitzender Rudi Nöhbauer blickte eingangs kurz auf die Historie der Wählervereinigung zurück. Vor 19 Jahren gegründet, habe man sich fest in der politischen Landschaft Pfarrkirchens verwurzelt, sagt er. Und nachdem Dr. Ludwig Pfefferkorn bei der Wahl 2002 gegen Rathauschef Georg Riedl  angetreten war, stelle die JL/BL nun zum zweiten Mal einen Bürgermeisterkandidaten auf. „ Die Ära Riedl geht zu Ende. Keiner der mittlerweile vier Kandidaten wird es leicht haben“, so Nöhbauer. Die Fußstapfen Riedls seien zu groß, werde es heißen. „Aber das ist nicht so schlimm lieber Hermann, wir wollen sowieso, dass du deine eigenen Spuren ziehst. „ betonte  Nöhbauer.

 

 Nach dessen einführenden Worten,  und der Feststellung der Wahlberechtigten, übergab der Vorsitzende an den Wahlleiter Dr. Ludwig Pfefferkorn.

Gekonnt führte er die Versammlung durch die strengen Auflagen der Wahlverordnung. Stellvertretender Vorsitzender Kurt Fischer schlug Hermann Gaßner mit den Worten „Du bist unser Aushängeschild, um das uns mancher beneidet“ offiziell vor. In der geheimen Wahl votierten anschließend die Mitglieder einstimmig für Hermann Gaßner. Dieser nahm die Wahl dankend an.

 

 Im Anschluss an die Wahl folgte noch ein eingängiges Plädoyer Dr. Pfefferkorns für einen fairen Wahlkampf aber ruhig als Kandidat Kante zu zeigen, und nie die sozialen Aspekte aus den Augen zu verlieren.

 

 Gespannt war die Versammlung natürlich auf die Antrittsrede Gaßners. Der nahm die Vorlage Dr. Pfefferkorns sofort auf. Der Wahlkampf wird von meiner Seite her sportlich fair, unverkrampft und sachlich geführt. Ein großes  Ziel wäre es, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen. Ein im Stadtrat ausgeglichenes Kräfteverhältnis schade Pfarrkirchen mit Sicherheit nicht, denn auch von den kleineren Fraktionen kommen sehr konstruktive, praktische und zukunftsweisende Vorschläge. Diese werden aber meist nicht berücksichtigt oder später in abgewandelter Form als eigene Idee präsentiert. Eine der größten Vorteile und Stärke unserer Gruppierung ist die politische Unabhängigkeit mit der Freiheit der Entscheidungen zum Vorteil für die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger. Man müsse Anreize für ein „Dableiben“ unserer gut ausgebildeten Jugend setzen.

 

 Dazu zählt er bezahlbare Grundstücke für junge Familien, aber auch ein gutes kulturelles und gesellschaftliches Angebot mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Wertigkeit. Das Kerngebiet, die Altstadt darf nicht mehr weiter ausgedünnt werden. Es muss wieder mehr Leben in unsere schöne Innenstadt einziehen. Es fehlt an Sitzgelegenheiten, an Gemütlichkeit. Dies ist nur ein kleiner Auszug der Ideen und Ziele für die Zukunft. Der Weg dahin ist nur gemeinsam zu erreichen.

Miteinander für Pfarrkirchen“, schloss Gaßner seine Auftaktrede.

Eingestellt von: Rudi Noehbauer – 14. Feb 2014